EULISP-Alumni

Willkommen

Der EULISP-Alumni Deutschland ist ein Verein von ehemaligen Teilnehmern des EULISP-Studienprogrammes an der Universität Hannover. Durch den Alumni wird die Kommunikation und der Erfahrungsaustausch zwischen den ehemaligen, gegenwärtigen und zukünftigen Studenten der Rechtsinformatik sowie den Mitgliedern des Fachbereichs und der Privatwirtschaft institutionalisiert. Unsere Mitglieder sind demnach nicht nur Absolventen, sondern auch Studierende, Mitglieder des Lehrkörpers, Vertreter der Wirtschaft usw. - einzig die Verbindung zum EULISP-Studienprogramm und der Rechtsinformatik ist entscheidend.

Aktuelles

1. Mai 2021

EULISP Jubiläum

Das EULISP hat dieses Jahr seinen XXV. Jahrgang verabschiedet und dazu möchten wir herzlich gratulieren. Es handelt sich in vielerlei Hinsicht um einen besonderen Jahrgang. Zum einen mussten sich die Graduierten mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Lehre und das Auslandssemester arrangieren, was bestimmt nicht einfach war, da das EULISP zu einem wesentlichen Teil von seinen Partnerschaften in das europäische Ausland und den persönlichen Austausch zwischen den Studierenden lebt. Zum anderen wurden sie aber auch Zeugen, tiefgreifender Digitalisierungsprozesse im Handel, des Homeoffice und auch der Lehre, die sich lange Zeit ein wenig im Dornröschenschlaf befunden hatten. Vieles was vorher undenkbar schien, ist nun tägliche Routine und zugleich haben sich aus dieser Entwicklung unzählige Rechtsfragen ergeben, die im Rahmen des EULISP hervorragend aufgehoben sind und einem die Aktualität des Programms vor Augen führen.
27. Januar 2021

Digital Property Rights Zoom-Seminar

Am 27.1.2021 fand die Zoom-Antrittsvorlesung unseres Alumnus Dr. Ioannis Revolidis an der Universität Malta statt, die mit über 80 Teilnehmern sehr gut besucht war. Ioannis setzte sich dabei rechtlich mit der Frage des „digitalen Eigentums“ am Beispiel des EuGH-Urteils, Rs. C-268/18 – Tom Kabinet auseinander. Das Urteil betraf im Wesentlichen die Frage, inwieweit der Weiterverkauf von „gebrauchten“ E-Books gegen europäisches Urheberrecht verstößt oder durch den sog. Erschöpfungsgrundsatz gerechtfertigt werden kann. Anders als noch in seinem Urteil in der Rs. C-128/11 – UsedSoft wandte der EuGH im Fall Tom Kabinet den Erschöpfungsgrundsatz nicht an, da der digitale Weiterverkauf von E-Books aus seiner Sicht eine „öffentliche Wiedergabe“ im Sinne der InfoSoc-RL darstelle, für die der Erschöpfungsgrundsatz nicht gelte. Ferner sind gebrauchte E-Books aus Sicht des EuGH auch keine Software, sodass sich Tom Kabinet auch nicht auf den Erschöpfungsgrundsatz in der Software-RL berufen könne. Ioannis Vortrag und die daran anschließende Diskussion, betrafen die rechtlichen als auch sozialen Folgeimplikationen des EuGH-Urteils, insbesondere auch im Hinblick auf die Grundfesten unserer demokratischen, maßgeblich auf freien Informationszugang basierenden Gesellschaftsordnung. Vielen Dank an Ioannis für den interessanten und bereichernden Vortrag!